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News von 2012
Freitag, 29.Juni 2012

Arbeitsmarkt zittert vor der Eurokrise - Erwerbslosigkeit sank im Juni nur leicht


Auf dem deutschen Arbeitsmarkt sind erste Ausläufer der Eurokrise zu bemerken - 2013 könnte es eng werden.

Nürnberg (AFP/nd). Die Schuldenkrise in Europa könnte 2013 zu steigender Arbeitslosigkeit in Deutschland führen. Das sagte der Chef der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, bei der Vorlage der Juni-Arbeitslosenzahlen. Diese gingen nur leicht zurück. So verringerte sich die Zahl der Jobsuchenden nur um 46 000 auf 2,809 Millionen Menschen. 2011 hatte sich die Zahl von Mai auf Juni noch um 67 000 verringert, vor zwei Jahren sogar um 88 000. Im Vergleich zum Vorjahr lag die Zahl der Jobsuchenden um 84 000 niedriger. Die Arbeitslosenquote nahm um 0,1 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent ab.

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Schlecker-Verkäuferin klagt erfolgreich gegen Kündigung


Klägerin kann auf rückwirkende Gehaltszahlungen hoffen - Die erste Klage einer Schlecker-Verkäuferin war ein Erfolg - ihre Kündigung ist unwirksam.

Stuttgart/Ehingen (dpa/nd). Eine frühere Schlecker-Mitarbeiterin aus Baden-Württemberg hat vor Gericht erfolgreich gegen ihre Kündigung geklagt. Das Arbeitsgericht Heilbronn entschied, dass in ihrem Fall die bei der Kündigung getroffene Sozialauswahl grob fehlerhaft war, wie das Landesarbeitsgericht am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. »Die Kündigung ist unwirksam und das Arbeitsverhältnis besteht weiter«, sagte ein Gerichtssprecher. Nach der Schlecker-Pleite gibt es bundesweit eine Klagewelle gekündigter Mitarbeiter.

Sein Urteil begründete das Gericht unter anderem damit, dass die Klägerin einen Fall aufzeigen konnte, in dem eine vergleichbare Beschäftigte mit weniger Sozialpunkten - dazu zählen Alter und Kinder - nicht gekündigt wurde. Zudem habe der Beklagte, die Insolvenzverwaltung der Drogerie, die Sozialauswahl nur unvollständig begründet. Auch der vom Gericht geforderte Interessenausgleich mit Namensliste der gekündigten Beschäftigten sei nie eingereicht worden.

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Donnerstag, 28.Juni 2012

Zukunftsbranche Kunststoff bietet beste Ausbildungschancen - Verfahrensmechaniker/-innen für Kunststoff- und Kautschuktechnik: Ausbildung modernisiert


Jeder nutzt die Produkte – aber wer stellt sie eigentlich her? Ob es sich um Teile für die Medizin- und Kommunikationstechnik, für Computer und Auto oder die Butterbrotdose handelt – technische Innovationen und Alltagsgegenstände sind ohne neuartige Kunststoffe und moderne Verarbeitungstechniken nicht denkbar. In der Kunststoffindustrie arbeiten in Deutschland über 400.000 Menschen, und die Branche wächst. Bei der Kunststoff- und Kautschukverarbeitung stehen hoch technisierte Prozesse neben handwerklichen Verfahren, die Unternehmen sind teilweise stark spezialisiert.
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Wo kein Motiv ist, da ist auch kein Plan: Ausgezeichnete RUB-Dissertation über „Aufsteiger“


Vom Tellerwäscher zum Millionär oder moderner ausgedrückt „vom Ghetto-Kid zum Gangsta-Rapper oder Fußballprofi“ – das sind medial häufig dargestellte Erfolgsgeschichten. Seltener geht es um den sozialen Aufstieg durch Bildung. Der Bochumer Sozialwissenschaftler Dr. Aladin El-Mafaalani hat genau diese Bildungsaufstiege analysiert. Er interviewte beruflich erfolgreiche deutsche und türkische Akademikerinnen und Akademiker und fand heraus: Ihr Aufstieg war nicht geplant, sondern erfolgte Schritt für Schritt.
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WSI-Gutachten zum Tariftreuegesetz in NRW


Öffentliche Aufträge im Verkehrssektor nur bei Einhaltung des repräsentativen Tarifvertrages - Seit dem 1. Mai 2012 gilt in Nordrhein-Westfalen ein neues Tariftreue- und Vergabegesetz (TVgG-NRW). Damit gehört NRW zu der Mehrheit von Bundesländern (10 von 16), die bei der öffentlichen Auftragsvergabe Lohn- und Sozialstandards setzen. Das zeigen Auswertungen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung. Für den Bereich des öffentlichen Personenverkehrs sieht das Gesetz vor, dass öffentliche Aufträge nur an Unternehmen vergeben werden dürfen, die ihren Beschäftigten bei der Ausführung der Aufträge mindestens das Entgelt zahlen, das in einem repräsentativen Tarifvertrag der Branche festgelegt ist. Ähnliche Regelungen finden sich auch in den Vergabegesetzen anderer Bundesländer.
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